Bluthochdruck (Hypertonie)

In Deutschland leiden mehr als 16 Millionen Menschen an der Volkskrankheit Bluthochdruck; 20 bis 30 Prozent aller Erwachsenen sind betroffen und haben einen zu hohen Blutdruck. Mit dem Altern steigt der Blutdruck meist kontinuierlich an. Etwa jeder zweite Erwachsene über 60 Jahren leidet unter Bluthochdruck.

Als Folge drohen Schlaganfälle und Herzerkrankungen, aber auch Durchblutungsstörungen, Nierenversagen, Blindheit oder Demenz (Alzheimer). Die Deutschen haben damit das höchste Risiko für Hypertonie weltweit. Das Fatale an der Hypertonie: Die wenigsten Patienten spüren einen zu hohen Bluthochdruck. Und wird er gesenkt, fühlt sich der Patient zunächst einmal gar nicht mehr so fit wie vorher.

Ein Grund für die Hypertonie ist die abnehmende Anpassungsfähigkeit der Blutgefäße an den Blutdruck. Sie verlieren an Elastizität, so dass vor allem der systolische Blutdruck ansteigt. Außerdem begünstigen eine fett-und kochsalzreiche Ernährung, Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum die Entstehung von Bluthochdruck. Auch bei älteren Menschen sollte der Bluthochdruck behandelt werden; gerade bei diesen Patienten lässt sich das Risiko für einen Schlaganfall deutlich senken. Die Deutsche Liga zur Bekämpfung des hohen Blutdruckes empfiehlt Menschen über 65 Jahre eine Senkung der Blutdruckwerte unter 160/90 mmHg. Dabei sollte der Blutdruck langsam gesenkt und die Dosis der Medikamente schrittweise erhöht werden.

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